[[Vorlage(archiviert)]] {{{#!vorlage Wissen [:Terminal: Ein Terminal öffnen] [:Editor: Einen Editor öffnen] [:Kernelmodule: Umgang mit Kernelmodulen (Treibern)] }}} [[Inhaltsverzeichnis(2)]] Generell muss man sagen, dass der Ton, den viele analoge TV-Karten ausgeben, oft von schlechter Qualität ist (z.B. Pseudo-Stereo). Deshalb ist es empfehlenswert, den Ton per Line-In in den Rechner einzuspeisen (z.B. vom Sat-Receiver). Insgesamt ergeben sich drei Möglichkeiten, wie man den Ton zum Bild erhält: * Externe Einspeisung des Tons vom Sat-Receiver in die Soundkarte (Aux) * TV-Karte speist den Ton über ein externes Kabel in die Soundkarte (Aux) ein * TV-Karte gibt den Ton intern über den PCI-Bus an die Soundkarte weiter {{{#!vorlage Hinweis Möglicherweise werden in der Lautstärkeregelung die passenden Regler nicht angezeigt. Diese müssen in den Einstellungen der Lautstärkeregelung hinzugefügt werden. }}} = Externe Einspeisung = Bei dieser Variante wird die Lautstärke des TV-Tons über den Lautstärke-Regler des Line-In in der Lautstärkeregelung gesteuert. Ist die externe Quelle aktiv, so hört man etwas, ansonsten nicht. Diese Variante ist einfach und liefert eine gute Tonqualität. = Einspeisung von TV-Karte = Auch hier erfolgt die Lautstärke-Regelung über den Lautstärke-Regler des Line-In in der Lautstärkeregelung. Eigentlich sollte die TV-Karte nur ein Signal einspeisen, wenn auch Ferngesehen wird, ansonsten müsste Ruhe herrschen. = Interne Weiterleitung = Bei dieser Technik werden zusätzliche Treiber-Module benötigt, die richtig konfiguriert sein müssen. Es folgt hier eine Zusammenstellung von Maßnahmen, die bei bestimmten Chipsätzen zum Erfolg geführt haben. == bttv == === Ton von den Audiogeräten kopieren === Es gibt mehrere Wege den Ton von der TV-Karte zu bekommen und die einfachste wäre den Ton mittels [:SoX:] auf die Soundkarte zu kopieren. Dies muss geschehen nachdem die TV-Anwendung gestartet wurde: {{{#!vorlage Befehl sox -w -r 32000 -t ossdsp /dev/dsp1 -t ossdsp /dev/dsp }}} Ggf. müssen die Gerätenamen angepasst werden, hier ist '''/dev/dsp1''' die TV-Karte und '''/dev/dsp''' die Soundkarte. Wichtig zu wissen ist, dass es sich hier um Geräte des OSS-Treibers handelt und damit je nach Soundkarte ein paar Einschränkungen verbunden sind. Es kann nur noch der Ton der TV-Karte und sonst nichts zu hören sein, solange SoX läuft, da die OSS-Implementierung in Linux kein Softwaremixing unterstützt. Deshalb ist es nahe liegend mit [:SoX:] einfach Alsa-Geräte zu benutzen, was aber unter Umständen nicht funktionieren kann, aber sonst ist es der empfohlene Weg: {{{#!vorlage Befehl sox -c 1 -w -r 32000 -t alsa hw:1 -t alsa hw:0 }}} ``hw:1`` ist hier wieder die TV-Karte und ``hw:0`` die Soundkarte. Auf diesen Weg lassen sich alle Programme zum Fernsehen nutzen, da die wenigsten eine Option haben um ein bestimmtes Audiogerät einzustellen. === Programme die Audiogeräte direkt nutzen lassen === Programme wie [:MPlayer:] oder [:VLC:] sind nicht nur beim Kopierschutz sehr flexibel, auch hier können sie sich beweisen. Der Hauptnachteil von beiden ist, dass sie eben nicht primär zum Fernsehen entwickelt werden und ihre Vielfältigkeit spezielleren Wünschen wie Videotext keinen Raum bietet. Mit den folgenden Befehl lässt sich MPlayer starten, sodass es das Alsa-Gerät der TV-Karte nutzt und die Soundkarte nicht blockiert wird: {{{#!vorlage Befehl mplayer tv:// -tv driver=v4l2:chanlist=europe-west:channels=E7-ARD,E5-ZDF,E4-Nord3:alsa:immediatemode=0:adevice=hw.1,0:forceaudio:audiorate=32000 -autosync 30 -delay -0.4 -vo xv -vf yadif=1:1 }}} In der Standardbelegung kann man mit den Tasten [[Vorlage(Tasten, h)]] und [[Vorlage(Tasten, k)]] zwischen den mit ``channels=..`` angegebenen Sendern wechseln. Die Option ``channels`` lässt sich auch ganz weglassen, aber dann schaltet man immer durch alle verfügbaren Frequenzen. Bei VLC kann man alle Einstellungen grafisch vornehmen, bloß das Sendereinstellen ist etwas umständlich, da die Frequenz in khz eingetragen werden muss. Startet man VLC mit diesen Einstellungen aus dem Terminal sähe der Befehl so aus: {{{#!vorlage Befehl vlc v4l:// :v4l-vdev="/dev/video0" :v4l-adev="/dev/dsp1" :v4l-norm=0 :v4l-frequency=266250 }}} = Problemlösung = == bttv == Erhält man keinen Ton, so ist möglicherweise das Kernelmodul [3] '''msp3400''' nicht korrekt geladen. Dazu muss man in einem Terminal [1] folgenden Befehl ausführen: {{{#!vorlage Befehl sudo modprobe msp3400 }}} Damit zukünftig das Kernelmodul [3] bei jedem Systemstart geladen wird, muss am Ende der Datei '''/etc/modules''' das Module '''msp3400''' eingetragen werden. Hierzu ist ein Editor mit Root-Rechten erforderlich [2]. Neuinstallation der Kernelmodule bei einer Pinnacle PCTV Studio/Rave-Karte: [http://wiki.ubuntuusers.de/BT878#Pinnacle-PCTV-Studio-Rave-Sound-aktivieren] == saa7134 == Unabhängig vom Kanal erhalt man nur Rauschen. '''Betroffene TV-Karten:''' * Pinnacle PCTV Stereo * Philips Semiconductors SAA7134 Video Broadcast Decoder Zur Fehlerbehebung das Kernelmodul [3] '''tda9887''' mit den richtigen Optionen laden. Dafür gibt man in einem Terminal [1]: {{{#!vorlage Befehl sudo rmmod tda9887 sudo modprobe -v tda9887 qss=0 }}} Jetzt solltet man auch Ton zum Fernsehbild haben. Damit das Modul zukünftig mit den richtigen Optionen geladen wird, erstellt man die Konfigurationsdatei '''/etc/modprobe.d/tv_Ton''' mit einem Editor [2] und fügt folgenden Inhalt ein: {{{options tda9887 qss=0 }}} ---- # tag: Multimedia, TV